16.01.20 Marbach und Rebstein senken Stromverbrauch erneut und starten Pilotprojekt

Die Gemeinden Rebstein und Marbach werden vom Trägerverein Energiestadt zum dritten Mal mit dem geschützten Label «Energiestadt®» für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik ausgezeichnet. In Zukunft will die Energiekommission Rebstein-Marbach unter anderem den Stromverbrauch weiter senken und startet bei der Beleuchtung von Gehwegen ein Pilotprojekt.

 

Rebstein/Marbach. Beim aktuellen Re-Audit des geschützten Labels «Energiestadt®» erzielten beide Gemeinden ein Resultat von 64 Prozent. Diese Verbesserung gegenüber vor vier Jahren um fünf (Rebstein), respektive zwei Prozent (Marbach) ist sehr erfreulich und auf vielerlei Aktivitäten in den letzten Jahren zurückzuführen. Wichtige Punkte waren die Installation von 20 neuen Photovoltaikanlagen, die Sanierung der Strassenbeleuchtung sowie die jährliche Weiterbildung der Energiekommission.

 

Das geschützte Label «Energiestadt®» erhalten Städte und Gemeinden für energiepolitische Massnahmen, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen. Zum Erlangen des Labels sind mindestens 50 Prozent erforderlich. Die Gemeinden Rebstein und Marbach erhielten das Label erstmals 2009. Seither konnten sich die beiden Gemeinden nochmals deutlich steigern. Rebstein erreichte vor vier Jahren 59, Marbach 62 Prozent.

 

Aufholbedarf sehen die beiden Gemeinden für die Zukunft vor allem im Bereich «Kommunale Gebäude und Anlagen». Dessen Sanierung soll in den nächsten Jahren vorangetrieben werden.

 

Einsparungen bei der Strassenbeleuchtung

Einsparungen konnten die beiden Gemeinden in den letzten Jahren vor allem in der Strassenbeleuchtung vornehmen. Die Energiekennzahlen werden seit mehreren Jahren verfolgt. Grobanalysen wurden durchgeführt und entsprechende Massnahmen ausgelöst. Im Rahmen des Regionalen Projekts «Freie Sicht auf die Milchstrasse» wurde ersichtlich, dass die Gemeinden Rebstein und Marbach beim Energiebedarf der Strassenbeleuchtung sehr gut abschneiden. Dies ist für die Energiekommission die Bestätigung auf dem richtigen Weg zu sein und gleichzeitig Ansporn den Energiebedarf weiter zu senken. Derzeit sind nur noch vereinzelt Quecksilberdampflampen in Betrieb. Bei neuen Beleuchtungen werden nur noch LED-Lampen eingesetzt. Von 600 Lampen (370 in Rebstein / 230 in Marbach) sind 211, also über ein Drittel LED-Lampen. Konnte der Stromverbrauch zwischen 2005 und 2014 um 20 Prozent gesenkt werden, waren es in den letzten vier Jahren weitere 10 Prozent.

 

Pilotprojekt Gehwege

Potenzial sieht die Energiekommission Rebstein-Marbach vor allem bei Gehwegen. Deshalb startet sie ein Pilotprojekt. Dabei wird die Beleuchtung mittels Bewegungsmelder gesteuert. Ohne Frequentierung sollen die Gehwege mit 20 Prozent Leistung beleuchtet werden. Sobald sich eine Person nähert, wird die Leistung auf 100 Prozent erhöht und später wieder auf 20 Prozent zurückgefahren. Erste Erfahrungen diesbezüglich sollen beim Schachengässeli in Rebstein und beim Konsumweg in Marbach gesammelt werden.

 

437 Energiestädte in der Schweiz

60 Prozent der Schweizer Bevölkerung lebt in einer von total 437 Energiestädten in der Schweiz.  Eine Energiestadt ist eine Gemeinde oder Stadt, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie umweltverträgliche Mobilität einsetzt. Dafür erhält sie vom Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre das Label verliehen.

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